30.07.2017 /

Martin Schulz – SPD Kanzlerkandidat informiert sich über AWO-Projekt

Martin Schulz Vorsitzender und Kanzlerkandidat der SPD, besichtigte das Gardena-Werk in Niederstotzingen. Dort insbesondere das AWO-Modellprojekt „verlängerte Werkbank“. Langzeitarbeitslose wieder in ein aktives Arbeitsleben zu integrieren, soll Sinn und Zweck dieses Projektes sein, das bereits seit 2009 von der AWO in Kooperation mit Gardena und dem JobCenter erfolgreich durchgeführt wird.

Mit seinem Besuch zeigte Martin Schulz, dass ihm die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in ein aktives Arbeitsleben, sehr am Herzen liegt. So weiß er sehr gut wie schnell der Sog der sozialen Abwärtsspirale einen treffen kann. Die immense Wichtigkeit solcher Maßnahmen, verdeutlichten die in persönlich mit den AWO-Mitarbeitern geführten Gespächen.

Ebenfalls Anklang fanden die an die Politik gerichteten Worte, die über das AWO-Projekt hinausgehen, so plädierte Birgit Koepsel : „Soziale Teilhabe am Arbeitsleben bei sich verfestigender Langzeitarbeitslosigkeit ist für uns ein zentrales Anliegen. Dies gelinge hier bei Gardena mit öffentlichen Lohnzuschüssen, die nicht höher sind als der Regelsatz eines alleinstehenden Lanzeitarbeitslosen. Alle profitieren vom Modellprojekt „verlängerte Werkbank“ – die Menschen kommen in Arbeit und in sozial geschütze Rahmen und Gardena erhalte eine Produktionskette ohne großen logistischen Aufwand. Aufträge aus dem Ausland konnten zudem zurückgeholt werden. Für besonders arbeitsmarktferne Langzeitarbeitslose seien zeitlich befristete Lösungen in der Beschäftigungsförderung aber nicht ausreichend. Hier sei es notwendig, längerfristig geförderte Beschäftigungsverhältnisse des sozialen Arbeitsmarktes zu installieren.
Martin Schulz bestätigt die Wichtigkeit solcher Maßnahmen und signalisiert allen Anwensenden, sich hierfür einzusetzen.

Alexander Mack (Werksleiter Gardena, Niederstotzingen) sowie Sascha Menges (Geschäftsführer Gardena) zeigen bei einem interessanten Rundgang durch die zum Husqvarna-Konzern gehörende Firma die Wichtigkeit des Standortes Niederstozingen auf, welcher sich zum Kompetenzzentrum Schneiden entwickelt hat.  So geht es dort um Nachhaltigkeit. Das Projekt „Verlängerte Werkbank“ stehe für den gesellschaftlichen Konsens, Menschen eine Beschäftigung zu geben, sie auf den Arbeitsmarkt zu bringen und spiegle die Nachhaltigkeit wieder.

Neben Martin Schulz waren die Landesvorsitzenden der SPD Leni Breymaier, der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Andreas Stoch, Bürgermeister Marcus Bremer sowie der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Elmar Zillert und Landrat Thomas Reinhardt ebenso anwesend wie Birgit Koepsel (Geschäftsführung AWO) und Wolfgang Lutz (Bereichsleiter Arbeit und Bildung der AWO).

Bildquelle:AWO und teilweise GARDENA/Armin Buhl

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