Tandem

Die Kinder und Jugendlichen von Leistungsempfängern nach SGB II (Hartz IV), entkommen oft selbst nicht der Abhängigkeit von staatlichen Leistungen. Die in den Familien stattfindenden Problematiken betreffen oftmals nicht nur die Eltern, sondern übertragen sich ebenfalls auf die Kinder. Somit werden dieselben Haushalte oftmals von der Jugendhilfe unterstützt.
Die Benachteiligung in materieller Hinsicht wirkt sich oftmals negativ auf gesellschaftliche Teilhabe sowie die Bildungs- und Berufschancen der gesamten Familien aus.

 

 

Angebot

Die verschiedenen Angebote aus unterschiedlichen Rechtskreisen werden zusammengeführt und bieten den Familien bedarfsgerecht gebündelt effizientere Verbesserungen ihrer Situation. Das Projekt Tandem verknüpft die Angebote der Jugendhilfe nach SGB VIII und den Leistungen für Arbeitssuchende, bekannt als Hartz 4, nach SGB II. Es wendet sich an Eltern, die die Hilfeangebote oftmals nicht aus eigener Initiative wahrnehmen, und unterstützt sie und ihre Kinder bei der Schaffung einer gemeinsamen Zukunftsperspektive.

 

Ziele

Bei den Projektteilnehmern soll die Beschäftigungslosigkeit und Hilfebedürftigkeit durchbrochen werden, die Familien sollen stabilisiert werden um für den Nachwuchs von Anfang an ein geregeltes Bildungs- Betreuungs- und Erziehungsumfeld zu schaffen. Oftmals können die Kinder und Jugendlichen nur so selbst dem Teufelskreis der staatlichen Hilfen und Sozialleistungen entkommen.

Tandem koordiniert Schnittstellen zwischen SGB II – Beschäftigungsförderung und SGB VIII – Jugendhilfe, um so Erkenntnisse für verbesserte Prozesse in diesem Umfeld gewinnen zu können.

 

Zielgruppe

Zielgruppe des Modellkonzeptes sind Familien (Bedarfsgemeinschaften) mit einem Bezug von Sozialleistungen nach SGB II. Ausgangspunkt sind die Eltern. Ihre Belastungen und Ressourcen bestimmen die Entwicklungs- und Lebensbedingungen ihrer Kinder. Umso besser sie Unterstützung erfahren, desto besser können sie umgekehrt ihre Kinder unterstützen.
Für den von Kinderarmut gefährdeten Nachwuchs soll durch die umfassenden Hilfen ein stabiles Umfeld geschaffen werden. In Heidenheim werden über das Jobcenter Familien mit einem erhöhten Hilfebedarf ausgewählt, welche von dem Projekt profitieren könnten. Sind sie zur Teilnahme bereit, stellen die Projektverantwortlichen alle nötigen Kontakte her.

 

Kontakt

AWO Kreisverband Heidenheim e.V.
Talstraße 90
89518 Heidenheim

 

Projektleitung:
Charlotte Ziegenthaler
Tel: 07321 983613
E-Mail: c.ziegenthaler@awo-heidenheim.de